Der Referenzrahmen Informationskompetenz für die Praxis –

Starthilfe für die gemeinsame Vermittlung dieser Schlüsselqualifikation
A. Klingenberg1
1Dipl.-Informationswirt (FH), Detmold
Auf dem letzten Bibliothekartag wurde der Entwurf des Referenzrahmens Informationskompetenz erstmalig in der Theorie vorgestellt. Jetzt folgt die Umsetzung für die Praxis. So wie Sprachkurse und Materialien in der Regel mit einem Siegel belegt werden, welches das erreichbare Sprachniveau deutlich macht („führt zu B1“), können auch bibliothekspädagogische Angebote eine klare Niveau-Zuordnung auf Basis des Referenzrahmens Informationskompetenz erhalten.

Aber auch ohne Siegel ermöglicht der Referenzrahmen Informationskompetenz zum Beispiel das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler einzuschätzen, wenn ein Bibliotheksbesuch angekündigt ist. Die Anfragen von Lehrerinnen und Lehrern lassen sich so besser verorten. Zudem ermöglicht der Referenzrahmen Informationskompetenz eine klare Aufgabenteilung zwischen Bibliothekarinnen bzw. Bibliothekaren und Lehrerinnen bzw. Lehrern. Die Inhalte und die Bedeutung der Informationskompetenz sind uns vertraut – und für unsere Partner in der Schule sind Niveaustufen nichts Neues. So gesehen, kann der Referenzrahmen Informationskompetenz helfen Missverständnisse zu vermeiden, Erwartungen deutlich zu kommunizieren und das gemeinsame Ziel informationskompetenter Schülerinnen und Schüler schneller und effektiver zu erreichen.

Anhand praktischer Beispiele für unterschiedliche Schulformen wird erläutert, wie Bibliotheken ihre eigenen bibliothekspädagogischen Angebote in die Niveaustufen des Referenzrahmens einordnen können.

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