Chirurgische Behandlung der Ureterocele-
ein Therapiekonzept
K. Riebe1, R. Bitterlich1, B. Jäger1
1DRK- Kliniken- Westend, Deutsches KinderUrologieZentrum Berlin, Berlin;

Bei der chirurgischen Therapie der ektopen Ureterocele werden verschiedene Vorgehensweisen empfohlen-
mit Vor- und Nachteilen. Individuelle Entscheidungen müssen getroffen werden.
Wir führen nach Diagnosestellung in den ersten Tagen postnatal die Entlastung der Ureterocelen endoskopisch mit dem Laser durch.
Unter Antibiotikumprophylaxe und Ultraschallkontrollen wird dann der weitere Verlauf über 1/2-1 Jahr beobachtet.
Die endgültige operative Sanierung erfolgt dann in Form von Refluxoperationen oder Entfernung eines funktionslosen Nierenanteils.
Bei 28 Kindern mit ektoper Ureterocele haben wir in den Jahren 2000- 2006 mehrheitlich direkt nach Diagnosestellung die"Entdeckelung" mit dem Laser durchgeführt.
5 Kinder erhielten später eine Neueinpflanzung der Ureteren, 2 erhielten eine Ureteropyelonephrostomie und 2 eine STING-Behandlung.
Nur 7 Kinder mussten heminephrektomiert werden. Die restlichen benötigten keine weitere Operation.
Das oberste Behandlungsprinzip bei diesem Vorgehen ist die Nierenprotektion- auch wenn vorrübergehend ein Reflux resultiert.


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